Mehr zur Voltaire-Stiftung
Gründung
Die Voltaire-Stiftung wurde 2008 gegründet und von der Stiftungsbehörde Brandenburg als gemeinnützige Kulturstiftung anerkannt. Sie gibt die
Internetseite
www.correspondance-voltaire.de heraus, die allen, die sich für Voltaire und
die Aufklärung interessieren, eine Wissensbasis rund um das Leben und das
Werk Voltaires zur Verfügung stellen soll. Das Spektrum reicht dabei von
Informationen über Voltaires Leben und Werk, zu den Übersetzern und Herausgebern
seiner Schriften, seinen Freunden und zu den Orten, an denen er sich
aufgehalten hat, bis hin zu Rezensionen neuerer Publikationen.
Außerdem wurde mit der Internetseite
www.traumdenken.de ein Forum geschaffen, auf dem sich Nutzer zu
einzelnen Artikeln des Philosophischen Taschenwörterbuchs austauschen
können. Diese Seite befindet sich noch im Aufbau.
In den ersten Jahren...
ging es zunächst darum, die Orte, an denen Voltaire lebte zu besuchen und zu dokumentieren, ob und wie er dort im 21. Jahrhundert noch präsent ist.
Es entstanden Besuchsberichte zu den allermeisten Orten, die man auch heute noch auf unserer Internetseite lesen kann.
2008, zum Zeitpunkt der Gründung der Voltaire-Stiftung gab es noch nicht einmal einen Wikipediaeintrag zu Voltaire. Erst als wir dort auf den wenige Zeilen großen
jämmerlichen, Voltaire-feindlichen Beitrag hinwiesen, unternahm man bei Wikipedia Anstrengungen, dies zu ändern.
Zwar schrieben bald Professoren und andere Leute über Voltaire, der Inhalt des heutigen Artikels ist jedoch langweilig und tendenziös.
So sind wir froh, daran nicht mitgearbeitet zu haben: viele Köche verderben den Brei.
Kaum war die Voltaire-Stiftung gegründet, entstand auch schon eine Voltaire-Gesellschaft. An einer Zusammenarbeit war sie nur insofern interessiert,
als die Gründer nach finanzieller Unterstützung unserer Stiftung anfragten, sich jedoch sorgsam von unserer antiklerikalen Position fern hielten.
Nach 5 Jahren strich man die Segel, weil man kein eigenes Geld "investieren" konnte/wollte.
Da unsere Stiftung vor allem dem antiklerikalen Voltaire verbunden ist und seiner großen Bedeutung im Kampf gegen die Inquisition, wundert man sich, dass
weder Freidenkerorganisationen noch die Giordano Bruno Stiftung an einer Zusammenarbeit interessiert
waren und sind.
Letztere fand sich sogar bemüßigt, ihren eigenen Namensgeber des Antisemitismus zu beschuldigen.
Infolgedessen steht die Voltaire Stiftung alleine und erfüllt sehr gut den Zweck, universitäre Kreise aufzustacheln, indem sie deren Tendenz, Voltaire durch Langeweile abzutöten
mittels kritischer Kommentare aufrüttelt und das 18. Jahrhundert jedem Interessierten lebhaft nahebringt.
Ab 2020...
änderte sich mit der Veröffentlichung des Philosophischen Taschenwörterbuchs der Schwerpunkt der Voltaire-Stiftung: Nach über 12 Jahren waren alle 73 Artikel übersetzt
und der Reclam Verlag veröffentlichte das Werk in einer sehr attraktiven Ausgabe. Erstmals lag jetzt Voltaires antiklerikale Hauptschrift vollständig in deutscher Sprache vor.
Diese Arbeit leistete keine Universität, kein Verlag, sie wurde von unserer kleinen Stiftung geleistet und finanziert.
Dass wir mit Reclam einen Verlag fanden, der zu den bedeutenden Verlagen in Deutschland gehört,
freut uns ungemein und vielleicht war es überhaupt die letzte Chance zur
Veröffentlichung des Philosophischen Wörterbuchs in Deutschland.
Unterdessen sind rund um das Philosophische Taschenwörterbuch zahlreiche Kommentare
mit Hintergrundinformation entstanden. Und weil niemand in der
Voltaire-Stiftung hauptberuflich tätig sein kann, wird es noch ein ganze
Weile dauern, bis zu jedem Artikel auch ein Kommentar vorliegt
Unsere Zeiten sind Voltaire und dessen Werk nicht günstig - umso wichtiger sind die Existenz und die Arbeit der Voltaire-Stiftung. Nach wie vor sind wir an einer Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten interessiert
und haben auch deshalb 2025 den mit 7000 € dotierten Voltaire-Förderpreis ins Leben gerufen.
Wir hoffen dadurch die Kräfte der Vernunft, der Aufklärung, die es in Wissenschaft und Kunst schwer genug haben, zu stärken und zu inspirieren.